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DIE QUINTESSENZ

 

Aus dieser Zusamenfassung sollte deutlich hervorgehen,

dass wir seit Jahrhunderten konditioniert sind, mit einem

falsch interpretierten Bibelinhalt, dem Anfang in den ersten

drei Kapiteln der Genesis zu leben.

 

Daraus die Konsequenzen zu ziehen wird jedem Betrachter

selbst überlassen sein.

 


 
   Die wichtigsten Resultate der über 20-jährigen Beschäftigung mit der Tora bzw. Genesis sind diese:

 

   1. Die ersten drei Kapitel der Tora/Genesis sind ein durchgängig eigen-ständiges Werk. Namentliche Verbindungen von Adam & Eva in weitere Kapitel (z.B. Kain und Abel) dienen einer bewussten Ablenkung.

   2. Nirgendwo in den Versen werden Sie eine Unterscheidung zwischen Hautfarbe oder sexueller Orientierung etc. finden.

   3. Mann & Frau werden definitiv genauso gleichberechtigt abgehandelt wie Geist & Körper. Die Metapher, dass der Mann über die Frau gestellt wird, heißt lediglich, geistiges Verlangen (Symbol "Mann") sollte über körperliches (Symbol "Frau") gestellt werden.

   4. Wir werden unser Selbst nur besser erkennen, wenn wir gewillt sind,

uns wertfrei in unseren Mitmenschen zu spiegeln und zu erkennen.

   5. Wir können nach dem gewandelten Inhaltsverständnis der Genesis angstfrei durch unser Leben gehen. Dieser Gott hat uns niemals mit Schuld beladen, im Gegenteil, er stellt uns nicht nur beschützende Wachen (Kerubim-Engel) an unseren Lebensweg, sondern gibt uns auch einen scharf-blitzenden Verstand mit (das "lodernde Flammenschwert". Gen. 3,24).

   6. Die ersten drei Kapitel der Tora/Genesis sind losgelöst von Religion zu betrachten.

 

   Es gäbe gerade für die Institutionen, die eine Religion vertreten, die gute Gelegenheit, die Selbstfindung der Menschen in ihren Aussagen und ihrem Tun in den Mittelpunkt ihrer Bemühungen zu stellen. Die in Genesis 1 und 2 vorkommende Pflanzenwelt beschreibt alle Formen der Liebe: Die zu sich selbst, die Liebe zu Partnern, allen Mitmenschen und auch eine direkte Liebe zu einem Gott oder einer überirdischen Kraft, die wir nicht vermessen können. Mit der Einsichtigkeit der Augen der sogenannten Tierwelt (Verstand) sollten wir in der Lage sein unseren Ängsten mutig zu begegnen.

   Die aktuelle Lage macht das nicht immer einfach. Es gibt äußere Einflüsse, die wir durch viele materielle Anreize selbst verschuldet haben können und von denen es schwer ist, sich wieder zu befreien. Wie weit aber der Einfluss auf die Menschen reicht, die nicht mehr zwischen einem generellen "Gut und Böse" unterscheiden können und wollen, die nur noch ihr eigenes "trockenes Land" im Sinn haben, scheint sich einer weiten Allgemeinheit zu entziehen.

 

Die Quintessenz aus der Lehre der Tora/Genesis ist in ihrem ganzen

inneren Gehalt eine Grundlage für eine wache Bewusstheit, die zu einem gesunden Selbstwertgefühl führt, in dem sie sich liebevoll in eine

lebendige Gemeinschaft einstimmt.

 

   Andrea Wulf schreibt in ihrem wunderbaren Buch Fabelhafte Rebellen,

Die frühen Romantiker und die Erfindung des Ich, im EPILOG auf Seite 415, ... nach Novalis ...
   "Er meinte damit, dass wir moralisch verpflichtet sind, uns nach innen zu wenden, um gute Mitglieder der Gesellschaft zu sein. Nur wenn wir uns unserer selbst voll bewusst sind – unserer Bedürfnisse, unserer Wünsche und unserer Gedanken –, können wir den anderen wirklich annehmen. Diese Betonung des Ich bedeutet, dass sich selbst bewusst sein die Voraussetzung dafür ist, sich des anderen bewusst zu sein und sich um ihn zu kümmern.

Nur durch Selbsterkenntnis können wir Empathie mit anderen empfinden. Nur durch Selbstreflexion können wir unser Verhalten gegenüber anderen hinterfragen. In diesem Sinne dient Selbstprüfung, oder Selbstbefragung dem Allgemeinwohl – uns, unserer Gemeinschaft, der Gesellschaft generell und unserem Planeten.“

 


Nicht die moralische Wertung, die sich aus einem "Sündenfall"

ergeben soll, ist Mittelpunkt der Genesis.


Mittelpunkt moralischer Überlegungen in der Genesis ist
die Realität des Menschen. Die Konsequenzen
aus seinem Sprechen und Handeln bewusst zu erkennen,
und sie in positiver Absicht weiter zu vermitteln.